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Institut für Germanistik und Translationswissenschaft
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Individuelle Projekte

 

Wiss. Assistentin Daróczi, Ildikó  

Phd-Projekt:
Die Merkmale und Funktionen von Okkasionalismen aus kontrastiver Sicht
Ich habe mir in meinem Dissertationsprojekt zum Ziel gesetzt, die verschiedenen Merkmale und Funktionen der Okkasionalismen darzustellen. In der einschlägigen Fachliteratur (Hohenhaus 1996, Ladányi 2007, Veszelszki 2010) wird davon ausgegangen, dass die Okkasionalismen neue Wörter sind, die noch nicht als usuell einzustufen sind. In der Untersuchung wird eine kontrastive (Deutsch-Englisch-Ungarisch) korpusbasierte, quantitativ-qualitative Analyse durchgeführt. Das Korpus wird aus vier Teilkorpora erstellt, die jeweils aus verschiedenen Textsorten aufgebaut worden sind.

 

Prof. Dr. Dr. h.c. Földes, Csaba

1. Deutsche Pressesprache im nicht-deutschsprachigen Ausland

Die deutschsprachige Presse im Ausland bildet seit längerem einen vergleichsweise frequentierten Forschungsgegenstand. Dabei wurden vor allem ihre historischen, medientheoretischen und kultur-, literatur- sowie kommunikationswissenschaftlichen Zusammenhänge beleuchtet, während sprachwissenschaftliche Gesichtspunkte kaum zum Tragen kamen. Von diesem Desiderat ausgehend soll das Projekt „auslandsdeutsche“ Druckmedien untersuchen und eine linguistische Erfassung von Aspekten dieses Manifestationstyps von Mediensprache hinsichtlich ihrer typologischen Strukturen und konstitutiven Merkmale anstreben. Dabei sollen journalistische Handlungsmöglichkeiten und -formen unter spezifischen Bedingungen von Mehrsprachigkeit und Inter- bzw. Transkulturalität hinterfragt werden. Somit fokussiert das Vorhaben auf die Besonderheiten der Produktion von Pressetexten im Schnittfeld von zwei oder mehr Sprachen und Kulturen. Einen besonderen Schwerpunkt stellt dabei der Bereich der Phraseologie dar.

2. Kommunikation im Kontext von zwei Sprachen und Kulturen - am Beispiel der Ungarndeutschen

Ausgangspunkt der Projekts ist die Kulturrealität, dass Angehörige zwei- bzw. mehrsprachiger Diskursgemeinschaften – zumindest innerhalb ihrer Gruppe – in vielerlei Hinsicht anders kommunizieren, d.h. mit ihren Sprachvarietäten anders umgehen als einsprachige Personen. Es geht um die Erschließung der Variationspraxis der Sprecher in einer spezifischen Mehrsprachigkeitskultur: Der Fokus liegt auf Sprachgebrauchsstrukturen bi- bzw. multilingualer Sprecher in einem komplexen Kontakt-, Konvergenz- und Interaktionsraum mehrerer Sprachen und Kulturen, mit dem Ziel, Merkmale und Strukturen einer solchen Redeweise am Beispiel des Deutschen als Minderheitensprache herauszuarbeiten. Mittels einer heuristischen Erfassung und Hinterfragung sprachlich-kommunikativer Variation soll – generalisierend – zur Aufdeckung bilingualer sprachkommunikativer Szenarien und Praktiken sowie zur Modellierung des bilingualen Diskurs- bzw. Interaktionsmodus schlechthin beigetragen werden

 

Univ.-Doz. Dr. habil. Ortutay, Katalin

Zu meinen vorrangigen Forschungsthemen gehört die Situation der Sprachenpolitik und der Sprachrechte der regionalen Sprachen in Frankreich und in Europa. Das Forschungsziel ist die Darstellung der aktuellen Situation der Sprachrechte sowie der Sprachgesetze und die Analyse derer im europäischen Kontext. Weitere Forschungsziele konzentrieren sich auf die Rechtslinguistik und juristische Fachsprache, unter besonderer Berücksichtigung der semantischen und pragmatischen Aspekte im Französischen. Bezüglich der juristischen Fachsprache stehen auch theoretische und praxisbezogene Fragen der Übersetzungswissenschaft im Mittelpunkt der Forschungen.


Univ.-Doz. Dr. Rácz, Gabriella

Literatur der (frühen) Moderne, „klassische“ Narratologie und ihre neuen Ansätze, Intertextualität und Intermedialität, bes.  Literatur und Musik.
Das Forschungsvorhaben basiert auf der kulturwissenschaftlichen Erkenntnis, dass der literarische Text durch intertextuelle Bezüge im weitesten Sinne im kulturellen Dialog mit seiner Entstehungszeit steht. Kulturelles Wissen wird durch intertextuelle Verfahren integriert und reflektiert, wobei die ästhetisch-narrative Gestaltung des Textes eine entscheidende Rolle spielt.

 

Univ.-Doz. Dr. habil. Tóth, József

 

Wiss. Oberassistentin Dr. Vándor, Judit

Translationsethik, Ethikvermittlung in der Übersetzerausbildung, Entwicklung von Übersetzerkompetenzen, Möglichkeiten einer Selbstreflexion und Selbstbewertung in der Übersetzerausbildung.
Aktuelle Projekte: Fallstudien, die mit Studierenden diskutiert werden, Entwicklung, Methoden, Systematisierung und Erprobung pädagogischer Mittel des Übersetzens.


Univ.-Doz. Dr. habil. V. Szabó, László

Interkulturelle Literaturwissenschaft, Komparatistik, Wirkungsgeschichte Schopenhauers und Nietzsches in der deutschsprachigen und ungarischen Literatur, Nihilismus und Literatur, Gnosis und Literatur, Literatur des bürgerlichen Realismus, Literatur der Wiener Moderne (Hugo von Hofmannsthal, Hermann Broch, Joseph Roth), Ästhetik und Poetik des George-Kreises, Kulturnarrative in der Literatur.
Aktuelle Projekte: kosmische Poetik bei Rudolf Pannwitz und Theodor Däubler

 

Univ.-Doz. Dr. Zsigmond, Anikó

1. Die Inszenierung der Interkulturalität in literarischen Texten. Ausgehend von der Erfassung der kulturellen Differenzen wird versucht, auf Grund von zahlreichen Fallbeispielen das Interkulturelle in erster Linie auf der Ebene der Imagologie und der Narratologie zu erfassen. Bis jetzt wurden schon zahlreiche Autoren mit Texten analysiert (Anna Mitgutsch, Wladimir Kaminer, Marlene Haushofer, Zsuzsa Bank, Terezia Mora, Esther Kinsky usw.), wobei besondere Aufmerksamkeit den ungarisch-deutschen Bildern geschenkt wird.

2. Das Gedächtnis und die Erinnerungen, wie sie medialisiert werden. Besonders aus der Sicht der Narratologie werden die Fragen der Erzählbarkeit von Erinnerungen in den Medien Literatur und visuelle Medien erörtert. Besonders die Inszenierung des Familiengedächtnisses, somit der Familienroman als Gegenwartsoman steht im Fokus der Untersuchungen